Aufgabe

Der Schulhof wird von 2 Schulen, dem Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium und dem Hans-Purrmann-Gymnasium, genutzt. Seit dem Bau im Jahr 1965 wurde er nicht mehr verändert und weist zahlreiche Defizite auf: Keine durchgehende Befahrung für die Feuerwehr, zahlreiche starke Stolperstellen aufgrund flachwurzelnder Bäume, fehlende Sitzmöglichkeiten, mangelndes Angebot an Bewegungsaktivitäten. Zudem sind die Belagsflächen und Entwässerungseinrichtungen marode und müssen erneuert werden. Die Zugänge zu den Schulgebäuden sind nicht barrierefrei.

Planung

Grundkonzept: Orthogonale Formen weichen geschwungenen Linien (Sitzblöcke/Plattenbänder), die Aufenthalts- und Aktionsbereiche trennen. Bestandsbäume werden einbezogen.

Es entstehen einzelne Schwerpunkte: 

Chillzone: Unter Platanen entsteht ein ruhiger Bereich mit Holzdeck, Sitzmauern und wassergebundenem Belag – ideal für Entspannung und Freiluftunterricht.

Kletterbereich: Unter einer Kiefer bietet eine Holz-Netz-Struktur Balancier- und Klettermöglichkeiten, Fallschutz durch Kunststoffbelag/Hackschnitzel.

Spielbereiche: Tischtennis/Tischkicker mit neuem Tischkicker und Sitzmauer; angrenzend ein Kleinspielfeld mit festen Toren, Sitzmauer und Stromanschluss für Schulfeste.

Infrastruktur: Zugang zum FMSG wird dem Schülerfluss angepasst, Fahrradkeller erweitert. Kunst wird in die Pflanzung integriert, Müllstandort an den Neubau verlegt.

Besonderheit

Der alte Schulhof bestand aus schwarzem Asphalt, der sich im Sommer stark aufheizte. 

Bei der Neugestaltung setzte man auf eine Betonpflasterfläche mit drei Steinfarben: Im Zentrum liegen hellgraue Steine, die zu den Rändern hin in warme mittel- und dunkelgraue Töne übergehen. Trotz präziser Pläne mussten die Übergänge während der Bauarbeiten nachjustiert werden. Nach dem Austausch einzelner Steine und einer abschließenden Kontrolle wurde die Fläche freigegeben und abgerüttelt. 

Die neue Gestaltung verbessert nicht nur das Mikroklima, sondern auch die Optik und Aufenthaltsqualität des Schulhofs.Die helle Einfassung aus Sitzmauer und Plattenband wird durch die dunkle Pflastersteine betont.

Pflanzung

Schulhof vor dem Umbau: Der ursprüngliche Schulhof umfasste eine Grünfläche von 200 m², die vor allem von Cotoneaster und horizontal wachsenden Koniferen geprägt war. Drei große Kiefern in den Hochbeeten und zwei junge, kräftige Platanen bildeten die einzigen nennenswerten Schattenspender.

Neugestaltung und Erweiterung: Im Rahmen der Umgestaltung wurde die Grünfläche auf 1.000 m² erweitert. Es wurden 13 neue Gehölze gepflanzt, darunter eine Parrotia persica ‚Vanessa‘ als Hochstamm, Heptacodium miconioides als Solitärsträucher sowie ein Cercis canadensis ‚Forest Pansy‘. Zwei bestehende Solitärbäume, die zuvor die Feuerwehrzufahrt behinderten, fanden an neuer Stelle ihren Platz.

Die neu angelegten Grünflächen erhielten ein durchlässiges Substrat aus einer Kiessand-Oberbodenmischung, kombiniert mit Stauden in Anlehnung an Präriepflanzungen. Alle Pflanzbereiche wurden mit einer hellen Natursplitt-Mulchschicht abgedeckt. Die erweiterte Fertigstellungspflege sichert die Entwicklung der Flächen bis Ende 2026 durch den GaLaBau; danach übernimmt die Stadt die Verantwortung. Dafür wird aktuell ein Pflegekonzept erarbeitet.

Projektdaten

 

STANDORT
Speyer, Rheinland-Pfalz

BAUHERR
Stadtverwaltung Speyer - Grünflächenplanung

BETEILIGTE BAUFIRMEN
Böttinger Garten- und Landschaftsbau GmbH, Dossenheim

AUFTRAG
Leistungsphase 1-8

PLANUNGS- UND  BAUZEIT
2024-2025

BAUVOLUMEN
1.000.000€ netto